11.Spieltag – Di., 22.11.2016, 19:00 Uhr, Nordufer
Hertha BSC II – NSF Gropiusstadt ( 0:0 ) 1:1

NSF stoppt den Negativlauf

An diesem Abend gab es neben diversen verletzungsbedingt ausgefallenen Spielern auch noch einen zusätzlichen Einschnitt in der Abwehr durch einen familiär bedingten kurzfristigen Ausfall. Improvisation war angesagt und die Ideen dazu waren schnell gefunden. Stürmer wurden zu Verteidigern umfunktioniert und das Mittelfeld deutlich verengt. Die Folge war eine gut geblockte Hertha II ohne nennenswerte Torchancen in der ersten Halbzeit. Die Sportfreunde konnten dagegen zwei sehr gute Kopfballchancen durch Kippi Kippel und Käpt´ Vogel nicht nutzen.

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild. Aber in der 37. Minute verloren die Sportfreunde den Ball leichtfertig im Vorwärtsgang. Die Folge, ein schneller Konter der Hertha II in Überzahl sowie die 1:0-Führung eines frei vor dem NSF-Tor auftauchenden Stürmers der Gastgeber. Nun verteidigte die Hertha kompromisslos bzw. wollte den Sieg verwalten. Die Sportfreunde ihrerseits erzeugten nunmehr einigen Druck auf die Gastgeberabwehr. Erst scheiterte Micha Andersen aus kurzer Distanz am guten Hertha-Keeper, dann verzog Speedy Gienapp ähnlich aussichtsreich stehend. Noch fünf Minuten waren zu spielen, da nahm sich Sinne Lensinger ein Herz und hämmerte der Ball aus kurzer Entfernung dem gegnerischen Keeper unter den Arm hindurch zum 1:1 (55.Min.) in die kurze Hertha-Torecke. Das Erfolgserlebnis im Kopf riskierten die Sportfreunde nun alles und rannten prompt in einen Konter der Gastgeber. Herthas Tormaschine in de Spitze bekam aber die Murmel, allein vor dem Neuköllner Tor stehend, nicht am NSF-Goalie vorbei und das Spiel endetet remis.

Fazit … Hauptsache nicht verloren, lautete der Grundtenor nach dem Spiel in der Neuköllner Kabine. Doch aufgrund der Chancenmehrzahl wäre ein Sieg der Sportfreunde durchaus möglich gewesen gegen die Hertha II, welche zu großen Teilen mit Spielern der Hertha I auf dem Spielfeld stand. Allerdings die Riesenchance der Gastgeber am Ende der Partie, hätte die anständige Partie der Sportfreunde auch zunichte machen können. Somit Ende gut, alles gut.

Jetzt reist Lichtenrade zur Wutzkyritze. Ähnlich durchwachsen wie die Sportfreunde verlief bisher die Saison des LBC. Sie liegen direkt vor den NSF´ern auf Platz 5, zeigten aber bisher keine besonderen Auswärtsstärken. Da die Sportfreunde allerdings auch noch keine besonderen Heimstärken offenbarten, dürfte es also eine ziemlich ausgeglichene Partie werden. Vermutlich wird die Truppe beste Karten haben, die das erste Tor erzielt.                                   MiMu