16.Spieltag – Mo., 07.03.2016, 19:45 Uhr, Vorarlberger
FC Internationale Berlin – NSF Gropiusstadt ( 4:1 ) 7:1

NSF geht bei Inter unter

Die Sportfreunde hatten personellen Zuwachs. Nach überstandenen Grippen und Urlauben reisten die Neuköllner Gäste vermeintlich verstärkt zu den Internationalen. Aber der Abend zeigte Erstaunliches. Vom Anpfiff an übten die Gastgeber auf alle Neuköllner Mannschaftsteile mächtig Druck aus. Und die Sportfreunde waren überhaupt nicht präsent. Unaufmerksam wie nie verlor man leichte Bälle mit dem Ergebnis 1:0 (2.Min.), 2:0 (5.Min.) für Inter. In beiden Fällen liefen die Schwarz-Blauen so allein wie ungedeckt zu auf das Tor der Sportfreunde. Doch schon in der 8.Minute schlugen die Neuköllner Gäste zurück. Eine Flanke des Käpt´n Kippel wurde noch maßgeblich ins Tor der Gastgeber abgefälscht und es stand nur noch 2:1. Aber die lauf- und kampfstarken Nerazzurri ließen sich nicht von ihrem Wege abbringen, hielten herzhaft dagegen und konterten stark. Ein völlig blank gefördertes Kopfballtor (14.Min.) zum 3:1 sowie ein weiteres ungehindertes Tor zum 4:1 (20.Min.) bedeutete den Pausenstand.

Nach der Halbzeitansprache wollten es die Sportfreunde aber noch einmal wissen und bemühten sich um den Anschlusstreffer. Aber nichts wollte gelingen. Inter war sehr präsent, hoch motiviert und deutlich in Führung. Das bisherige Engagement gab Ihnen Recht, zeigte Erfolg und sogar ohne dass sich die Sportfreunde auch nur eine Torchance erarbeiteten hätten, schlugen die Gastgeber erneut mit einem Doppelschlag zu. Kaum am Torschuss behindert gelang erst das 5:1 (47.Min.) und noch das 6:1 (49.Min.). Die allerletzten Hoffnungen der Neuköllner waren riesiger Frustration gewichen. Ohne sich nach der Pause auch überhaupt nur eine kleine Chance erarbeitet zu haben, schluckten die Sportfreunde auch noch das 7:1 (59.Min.) fast mit dem Schlusspfiff. Dieser kurze Spielbericht beschränkt sich nur auf die wesentlichen Aktionen des Spiels, welche auch auf der „Anzeigetafel“ für Bewegung sorgten. Darüber hinaus hatten die Gastgeber noch reichlich weitere Chancen, welche sie aber nicht auch noch vergoldeten. Neben dem einen Neuköllner Tor hatten die Gäste in Halbzeit eins noch „eine einzige“ weitere Chance. Ansonsten war aber die Abteilung Attacke durchgängig nicht durchsetzungsfähig. Die Defensiv Abteilung, bzw. die Abwehrarbeit insgesamt so was von indisponiert, dass man sich nur verwundert die Augen reiben konnte. Der Schlusspfiff des Schiedsrichters erlöste die Neuköllner Gäste von ihrem unwürdigen Treiben.

Fazit … Die Sportfreunde wurden in dieser Begegnung vorgeführt, kamen nicht in die Zweikämpfe, standen fast immer zu weit weg von den fleißigen Gegenspielern, welche das weidlich ausnutzten. Solch ein Fiasko hat die Neuköllner Volksseele wohl überhaupt noch nicht gesehen. Durch die Bank nicht Konkurrenzfähig in dieser Begegnung, so präsentierte sich das weiße Neuköllner Ballett an diesem bitteren Schöneberger Abend. Eine verdiente Niederlage, die ganz ehrlich fast schon gnädig ausfiel. Kaum zu glauben, aber wahr.

Jetzt steht das Pokal-Viertelfinale an. Die Sportfreunde dürfen wieder auswärts antreten, nämlich bei der zweiten Vertretung des SC Westend 01. Diese spielen in der 1. Bezirksliga-Staffel, auf Platz 11 liegend, in ihrem Abstiegskampf eine eher bescheidene Rolle. Im Pokal-Wettbewerb hatte man meist machbare Aufgaben. Aber zuletzt schlugen sie die in der parallelen Bezirksliga-Staffel 3 auf Platz 1 liegenden Dritten der Neuköllner Sportfreunde verdient mit 2:0. Westend II ist ebenfalls eine laufstarke, fleißige Truppe. Die eine oder andere Leihgabe aus der Ersten ist nicht ausgeschlossen. Im Viertelfinale sind dann eben alle Mittel recht. Sei´s drum, die Sportfreunde haben hier abzuliefern! Mehr gibt´s hier nicht zu sagen.                  MiMu