18.Spieltag – Do., 31.03.2016, 18:30 Uhr, Silberstein
NSF Gropiusstadt – SV Blau-Weiss 90 ( 1:0 ) 2:0

NSF zeigt sich verbessert und siegt sicher

Unter völlig neuen Voraussetzungen fand dieses Heimspiel der Sportfreunde statt. Erstmals ganz ohne Flutlicht, zur Sommerzeit, an der Silbersteinritze und auf ihrem geliebten Naturrasen. Das allerdings noch naturbelassene Grün glich eher Heidelandschaft, nur nicht so schön bunt. Nur gut, dass sich die Gastgeber bereits erste Trainingseindrücke verschafft hatten. Und das merkte man dem Neuköllner Spiel schon recht bald an. Die größere Ballsicherheit führte schon in der Anfangsphase zu einer Flanke des Sportfreundes Vogel auf seinen Sturm-Kammeraden Macke, der technisch anspruchsvoll, quer in der Luft liegend, das 1:0 (5.Min) für die Gastgeber machte. Weitere Chancen der dominierenden Sportfreunde blieben allerdings ungenutzt. Erst zum Ende der ersten Halbzeit kamen auch die Blau-Weissen zu ihren Gelegenheiten. Einen merkwürdigen Aufsetzer konnte der NSF-Goalie trotzdem sicher ansaugen. Bei einem berechtigten Strafstoß für die Gäste hatten die Sportfreunde allerdings das Glück, dass der Schütze nur das Lattengebälk traf. Auch eine Kopfballchance der Mariendorfer kurz vor dem Pausenpfiff führte nicht zum gewünschten Erfolg.

Nach den Pausengesprächen begann das Spiel wieder sehr erfolgreich für die druckvoll startenden Gastgeber. Erst schoss der aussichtsreich stehende Sportfreund Macke einen Gegenspieler an, dann verwandelte der ebenfalls am 2:0 (33.Min.) interessierte Mannschaftskamerad Vogel den Abpraller sicher. Bei den Gästen ging nun gar nichts mehr und die Gastgeber verwalteten den Sieg größtenteils. Denn je mehr die Spieler sich den gegnerischen Toren näherten, je mehr wackelten die Füßchen und die Bälle versprangen. So endete die Partie mit einem korrekten Endergebnis durch den Abpfiff eines erfreulich zurückhaltenden Schiedsrichters.

Fazit … Die zuletzt etwas gebeutelten Sportfreunde zeigten sich erfreulicherweise stabilisiert. Sie hatten zudem Vorteile auf ihrem zur Zeit noch holprigen Naturrasen gegenüber den Blau-Weissen, welche zudem auch nicht in Bestbesetzung antraten. Aber dieses Thema kennen die Sportfreunde schon die ganze Saison lang. Insofern können die Neuköllner von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen.

Als nächstes dürfen die Sportfreunde beim Spitzenreiter und wahrscheinlichen neuen Berliner Meister, Hertha BSC antreten. Den stabilen Ergebnissen der Herthaner nach zu urteilen und mit 10 Punkten Vorsprung vor dem Zweiten WFC sowie 11 Punkten vor dem Dritten NSF, dürfte es für die Sportfreunde in dieser Begegnung eher um Schadensbegrenzung gehen. Zudem ist in dieser Woche für die Sportfreunde mit dem Punktspiel gegen Hertha am Dienstag und einem Pokalhalbfinalspiel gegen LBC am Donnerstag eine knallharte Woche offiziell angesetzt worden. Ein einziger Tag Pause zwischen zwei hochkarätigen Begegnungen. Eigentlich schon an sich eine ansetztechnische Frechheit, die hier nur die leidtragenden Neuköllner nach sich zieht. Auch wenn sich ganz viele Ü50-Kicker sicher noch fit wie Turnschuhe fühlen, sollte das gerade in der vergangenen Woche in der Landesliga-Staffel 2 zwischen dem SCC und Berolina Stralau gelaufene Spiel allen für Spielansetzungen Verantwortlichen zu denken geben, wo einem Medienbericht zufolge ein SCCer reanimiert werden musste. Nur ein freier Tag zwischen zwei Spieltagen sollte künftig nicht nur eine Ausnahme, sondern völlig ausgeschlossen sein. Und Hinweise auf sogenannte bedauerliche Einzelfälle, wie beim SCC, gehören sich einfach nicht, vielmehr sollten sie durch leichtfertige Spielansetzungen gar nicht erst provoziert werden.

Und dem betroffenen Fußball-Kameraden des SCC wünschen die Sportfreunde an dieser Stelle auch alles erdenklich Gute, insbesondere dass seine Genesung ganz schnell voranschreitet.                     MiMu