19.Punktspieltag – Do., 03.04.2014, 18:00 Uhr, Silberstein
NSF Gropiusstadt – Wartenberger SV ( 0:0 ) 3:0

NSF knackt eine ganz harte Nuss

Das erste Spiel in der Sommerzeit, auf dem heimischen Naturrasen, bei gewöhnungsbedürftigen gefühlten 20 Grad Celsius. Einige Verletzte, verteilt über alle Sportfreunde der über Fünfzigjährigen und zeitgleiche das angesetzte Bezirksliga-Punktspiel der Ü 50 II. Dadurch konnten beide Teams der Neuköllner Sportfreunde keine komplette Auswechselbank aufbieten. Aber egal. Von Beginn an zogen sich die Wartenberger weit zurück in die eigene Spielhälfte und verteidigten ihr Tor nicht nur mit Mann und Maus, sondern auch überaus geschickt. Zudem schien den Roten der eigene Rasen ein wenig fremd geworden zu sein. Etwas zu hoch gewachsen und auch ein wenig holprig, fielen die Schussversuche nicht sehr ruhmreich aus. Zu hoch, zu weit rechts, zu weit links, in die gegnerischen Beine oder in die Arme des WSV-Torwarts gingen alle Bälle der Sportfreunde. Und das hätte für die Gastgeber ganz schön ins Auge gehen können. In den wenigen Kontersituationen für den WSV hätten die Gäste gut und gerne mit 2:0 in Führung gehen können. Zwei ihrer Stärksten spielten sich einmal vorzüglich durch die Abwehrreihen der Gastgeber, völlig frei vor dem NSF-Tor kam ein Grüner zum Schuss aber hieb die Murmel über das Tor. Großes Glück für die NSF-Gemeinde. Damit aber nicht genug. Ein technisch gut vorgetragener weiterer Konter des WSV, lies schon wieder einen Stürmer allein vor dem NSF-Goalie auftauchen. Diesmal konnte der Heim-Keeper glücklich per Fußabwehr klären. Das letzte Wort der ersten Halbzeit hatten aber doch die Gastgeber. Torte Priltz hämmerte den Ball gegen die Wartenberger Torlatte. Aber die bessere Figur in der ersten Halbzeit hatten die Grünen gemacht. Ihren leidenschaftlichen Kampf gegen den drohenden Abstieg zeigten sie vor allem durch ihr ordentliches Abwehrverhalten, nicht aber in ihrer Chancenverwertung. Und das sollte sich in der zweiten Halbzeit noch bitter rächen. Die Sportfreunde hatten sich zwar noch immer nicht so richtig mit Ihrem Naturrasen angefreundet aber nun trafen sie wenigsten die Hütte. Über die Stationen Torsten Priltz und Kalle Wieja kam das Leder zu Tommy Knuth, der den Ball zielsicher zur 1:0-Führung in die kurze Torecke der Gäste versenkte. Die Erlösung. Mit etwas mehr Sicherheit in Passspiel der Roten legte ihr Abwehrchef Bodo Lensinger per Kopf ab auf Micha Andersen, dieser spielte den Ball nur irgendwie vor das Wartenberger Tor und wie es im Abstiegskampf immer mal wieder vorkommt, ein langes WSV-Abwehrbein lenkte den Ball so unglücklich wie auch unhaltbar ins eigene Tor. Allerdings verlieh die Neuköllner 2:0-Führung den Gastgebern noch immer nicht genug Sicherheit. Die Wartenberger versuchten nun mit dem Mute der Verzweiflung, doch noch das Spiel zu drehen. Und wieder kam einer der Ihren frei vor dem NSF-Goalie zum Schuss aber scheiterte am geschickten Stellungsspiel des Keepers. Und in einer weiteren Situation kam ein WSV-Stürmer im Getümmel vor dem Neuköllner Tor zum Schuss aber auch hier hatte der NSF-Tormann das Glück des Tüchtigen, denn seine Reaktion hatte im wahrsten Sinne des Wortes Hand und Fuß. Auch drei weitere lange Pässe in den Lauf der Wartenberger Stürmer, konnte er rechtzeitig entschärfen. Die Sportfreunde zeigten sich noch immer nicht besonders sattelfest in ihrem Abwehrverhalten. Aber trotzdem machten sie, diesmal selbst in einer Konter-Situation, das entscheidende 3:0. Steppl Vogel hatte sich kurz vor Toresschluss noch an den Doppelpass erinnert, fand in Torte Priltz einen kongenialen Partner und vollendete hart, halbhoch in die lange Torecke der Gäste. Und wieder hatte das ungeschriebene Gesetz seine Gültigkeit bewiesen. Stehst´de unten hast´de Pech und umgekehrt. Aber die drei Tore mussten auch erst mal gemacht werden und dazu waren die Neuköllner Tabellenführer in der Lage. Nur die Spielsicherheit auf ihrem Naturrasen müssen sich die Sportfreunde wieder erarbeiten, nach der langen Kunstrasenphase. Und weil die große Hertha Tage zuvor bei ihrem 1:1 in Staaken weitere Federn ließ und auch die NSF-Kammeraden der Ü 50 II, auf dem Nachbarspielfeld ihren Kontrahenten aus Hermsdorf mit 4:2 beherrschten sowie ihre eigene Tabellenführung in der Bezirksliga Staffel 2 untermauerten, wurde es im NSF-Casino an der Silbersteinstraße noch ein sehr gemütlicher Abend.               MM