26.Spieltag – Do., 15.06.2017, 18:30 Uhr, Silberstein
NSF Gropiusstadt – Nordberliner SC ( 1:0 ) 4:1

NSF am Saisonende mit viel Spielfreude

In ihren neuen roten Trikots, für die neue Saison angeschafft aber bereits jetzt im Einsatz, war den Sportfreunden von Beginn an die Lust am Tore schießen anzumerken. Die Gäste hatten aber auch ein Ziel. Ein Sieg der Nordberliner konnte sie noch vor dem bitteren Gang zurück in die Landesliga bewahren. Aber die Gastgeber hatten gleich zwei Riesen vor der Nase. Käpt´n Vogel scheiterte zuerst am NSC-Keeper und dann an der Torlatte. Die defensiven Nordberliner dagegen lauerten auf ihre Konterchancen, bekamen sie aber nicht bzw. scheiterten an ihrem ungenauem Passspiel. NSF aber spielte und spielte und kam allerdings erst kurz vor dem Halbzeitpfiff zu seinem Erfolgserlebnis. Über Svenne Audehm und Schirmi Schirm gelangte die Pille bei Tobi Tobias, welcher sich flott drehte und eiskalt zur 1:0-Führung (29.Min.) vollendete. Der Halbzeitstand.

Nach dem Päusschen dasselbe Bild. NSF weiterhin druckvoll auf der Suche nach dem Tor Nummer zwei, NSC zwar bemüht aber doch zu begrenzt in seinen Möglichkeiten. Das 2:0 (42.Min.) war die logische Konsequenz und wieder ein schöner Schuss aus der Drehung. Schirmi Schirm war erneut der Vorbereiter, diesmal allerdings Micha Andersen der geschickte Vollender. Und der emsige Micha Andersen ließ es kurz danach noch einmal richtig krachen. Aber die Latte der Nordberliner stand ihm im Wege. Er lies aber nicht locker und erzielte im Alleingang, am NSC-Keeper vorbei, das 3:0 (55.Min.). Sehr spät kamen auch die Gäste zu ihren Chancen. Einen strammen Schuss aus dem Getümmel vor dem Neuköllner Tor erahnte der NSF-Goalie und schnappte sich die Kugel noch soeben. Nach einer Ecke der Nordberliner verfehlte erst ein NSF-Abwehrrecke und einem direkt hinter ihm postierten Kammeraden sprang der gegen die Brust und von dort zum 3:1-Anschlusstreffer (58.Min.) ins Neuköllner Körbchen. Das war aber noch immer nicht der Endstand. Über das vorzügliche Zusammenspiel per doppeltem Doppelpass der Sportfreunde Vogel und Andersen gelangte das Spielobjekt beim völlig frei stehenden Speedy Gienapp und der 4:1-Endstand (60.Min.) war erreicht.

Fazit … Ein schöner Sieg zum Saisonfinale war das Ziel der Sportfreunde und dazu kam es auch. Ein kleiner Schönheitsfleck, das Gegentor welches auch noch ein Eigentor war. Gleichzeitig mussten die Gäste des NSC durch die Niederlage (Endplatzierung 12) den bitteren Gang zurück in die Landesliga antreten. Besonders bitter sogar, da sich das Team nach der Hinrunde noch auf Platz 7 befand. Die Neuköllner Sportfreunde Gropiusstadt beendeten die durchwachsene Saison letztlich auf einem versöhnlichen 3. Platz. Zwar mit zu deutlichem Abstand zum Meister Blau-Weiss 90 und dem entthronten Vorjahresmeister bzw. heuer Zweitplatzierten Hertha BSC aber ein tieferer Absturz konnte verhindert werden. Letztlich eine gute Platzierung, denn das Team hatte es in dieser Saison nicht nur mit den üblichen Verletzungssorgen, Urlaubsengpässen, familiären und beruflichen Verpflichtungen zu tun, sondern auch mit Spielerabgängen zu anderen Vereinen, zu anderen Mannschaften innerhalb des eigenen Vereins und mit der Aufrechterhaltung von vier (!!!) Ü50-Teams. Ein Verbandsliga-Team, zwei Landesliga-Teams und ein Kreisliga-Team. Wohl ein Novum in ganz Deutschland und eine Mammut-Aufgabe. Und dann auch noch das folgende Abschneiden…

 

NSF I             Platz 3 in der Verbandsliga,

NSF II            Platz 7 in der Landesliga Staffel 1,

NSF III           Platz 2 in der Landesliga Staffel 2 und

NSF IV           Platz 3 in der Kreisliga Staffel 2.

 

…herausragend !!!              MiMu

25.Spieltag – Mi., 07.06.2017, 19:00 Uhr, Halker Zeile
Lichtenrader BC 25 – NSF Gropiusstadt ( 1:0 ) 3:6

NSF beendet seine Torflaute

Gegen die im Pokalfinale gescheiterten Gastgeber fanden die Sportfreunde sehr schnell ins Spiel und erzielten schon in der Anfangsphase ihren Führungstreffer. Eine Flanke von Toby Tobias verwertete Käpt´n Vogel formvollendet zum 0:1 (9.Min.). Doch fast im Gegenzug leistete sich die NSF-Defensive eine kleine Auszeit, ein Lichtenrader kam ungehindert vor dem Neuköllner Tor zum Schuss und es stand 1:1 (11.Min.). Aber an diesem Abend sprühten die Sportfreunde vor Spiellaune. Die Spielkontrolle wurde praktisch nie aus der Hand genommen und weiter fleißig Chancen herausgearbeitet. Bis zur 22. Minute dauerte es aber dann doch noch als Micha Andersen im Lichtenrader Strafraum lang gelegt wurde. Den fälligen Neunmeter verwandelte Speedy Gienapp zur erneuten 1:2-Führung der Gäste. Kurz darauf das Neuköllner 1:3 (24.Min.) durch einen flotten Vortrag der Protagonisten Käpt´n Vogel, Echse Kleinert und dem Vollender Micha Andersen. Weitere gute Gelegenheiten vor der Halbzeit vergaben Käpt´n Vogel (gehalten) und Tobi Tobias (Latte).

Die verdiente Pausenführung der Sportfreunde wurde von ihnen recht bald nach dem Wiederanpfiff zum 1:4 (34.Min.) von Käpt´n Vogel, nach Doppelpass mit Micha Andersen, höchstpersönlich ausgebaut. Die Gastgeber begannen nun ihre Köpfe hängen zu lassen und nahmen schon in der 37. Minute das 1:5 durch Sportfreund Jenne Krüger hin, der von Tobi Tobias vorzüglich bedient wurde. Neun Minuten später netzte nochmal Micha Andersen eine hübsche Vorarbeit seines Käpt´n Vogels zum 1:6 (46.Min.) ein. Nun ließ die NSF-Defensive ihre Konzentration schleifen. Die Folgen ergaben sich in der Schlussphase durch einen flott vorgetragene LBC-Konter zum 2:6 (51.Min.) und 3:6 (60.Min.), eine verunglückte Flanke in die kurze Torecke des in diesem Fall suboptimal reagierenden NSF-Goalies. Es folgte nur noch der Abpfiff.

Fazit … Sechs Tore schossen die Sportfreunde schon lange nicht mehr. Mit viel Kreativität wurden die Gastgeber Stück für Stück auf die Verliererstraße geschickt. Und es hätten für die Neuköllner Gäste noch einige Tore mehr werden können. Von einer zweistelligen Niederlage blieben die Gastgeber letztlich doch verschont.

Das letzte Punktspiel ist nochmal ein Heimspiel gegen den Nordberliner SC, der gewinnen muss, wenn er nicht noch absteigen will. Für Spannung ist also gesorgt.

MiMu

24.Spieltag – Do., 18.05.2017, 18:30 Uhr, Silberstein
NSF Gropiusstadt – Hertha BSC II ( 0:0 ) 1:3

NSF vorne und hinten pfui

Die Sportfreunde begannen konzentriert und offensiv. Chancen gab es genug für eine Führung mit drei bis vier Toren Vorsprung. Herthas Keeper war allerdings gut aufgelegt und hatte was dagegen. Sein Glück, dass alle beteiligten potentiellen NSF-Torschützen vor seinem Tor ausnahmslos den Überblick verloren, ihn anschossen oder die Murmel in die Botanik jagten. Die Hertha II hielt somit ihre Null bis zur Pause. Gut für sie, denn die eigenen Angriffsbemühungen fanden bis dahin keinerlei Wirkung.

Aber gegen die Sportfreunde abzuwarten und auf deren Fehler zu spekulieren, ist in dieser Saison immer ein probates Mittel. Zumal die Hertha II, gespickt mit Leuten aus dem Hertha I-Team, noch Punkte brauchte um im eigenen Abstiegskampf nicht noch in die Bredouille zu kommen. Und schon kurz nach Wiederanpfiff gelang den Blauweissen ein Konter, in deren Folge einer der ihren den Ball, unter Zuhilfenahme des Neuköllner Innenpfostens, zur 0:1-Führung (31.Min.) erfolgreich in die lange Neuköllner Torecke setzte. Den Sportfreunden gelang in der Folge kaum noch was. Zumindest nichts Sportliches mehr. Erkenntnisgewinne gab es lediglich in dem Bereich sich selbst personell zu reduzieren. In der 50. Minute wurde Micha Andersen im Vorwärtsgang nahe der Mittellinie von einem Herthaner rüde von den Beinen geholt und alle nahe stehenden Sportfreunde legten eine Protestpause ein. Herthas Abteilung Attacke dagegen nicht und der folgende Tempolauf des Torschützen zum 0:2 wurde konsequent vollendet. Die folgenden Neuköllner Proteste mündeten in der Meisterleistung des schon verwarnten Tommy Knuthe, der mit seiner Schiedsrichterkritik nicht eher aufhörte bis er endlich die zweite gelbe Karte erntete. Mit einem Mann weniger ernteten die Sportfreunde auch noch den Konter zum 0:3 (55.Min.), bei dem auch der NSF-Goalie eine fast schon altersgerechte Figur machte, sprich nicht unbedingt reaktionsschnell versuchte den Ball vor dem Einschlag aufzuhalten. Der NSF-Ehrentreffer in der Schlussminute entsprang einer dem sicheren Sieg entgegen sehenden nachlässigen Spielweise der Gäste. Trotzdem war es ein sehenswerter NSF-Treffer zum 1:3 (60.Min.) als Tobi Tobias Herthas kompletten Abwehrverbund überflankte und seinen am langen Pfosten lauernden bzw. sicher vollendenden Käpt´n Vogel vorfand. Danach blieb nur noch Zeit für den Abpfiff.

Fazit … Tore zu schießen zählt nun seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Stärken der Neuköllner Sportfreunde. Schon gar nicht auf dem heimischen Naturrasen der Silbersteinritze, ein in der Vergangenheit gefürchtete Ort für alle Gegner des NSF. Hinten einigermaßen sicher stehen und auf NSF-Defensiv-Aussetzer warten. Ein Erfolgsrezept das trägt. Eine traurige Entwicklung bei den Sportfreunden. Kurios, dass das Team bisher noch immer die wenigsten Gegentreffer innerhalb der Verbandsliga schlucken musste.

Nach Pfingsten dürfen die Sportfreunde bei den Lichtenrader Pokalfinalisten antreten. Das vorletzte Punktspiel also mit einer Begegnung der Gescheiterten. LBC im Pokalfinale und NSF im Pokalhalbfinale sowie in der Meisterschaft. Hoffentlich können sich die Sportfreunde wenigsten kurz vor der Sommerpause nochmal zu einem vernünftigen Kick motivieren. Warten wir es ab.                    MiMu

Pokalspiel 5.Hauptrunde/Halbfinale – Do., 11.05.2017, 18:30 Uhr, Silberstein
NSF Gropiusstadt – SSV Köpenick-Oberspree (0:1) 0:3

NSF schießt keine Tore mehr

Beide Teams tasteten sich in die Partie. Den Ball sahen die zahlreich erschienen Zuschauer, vielleicht knapp einhundert Interessierte des gepflegten Ü50-Fussballs, sahen in erster Linie ein Spiel zwischen den Strafräumen. Bis die 9. Minute anbrach und Sportspinne Lensinger im Zweikampf mit seinem Köpenicker Gegenspieler das Gleichgewicht verlor und der Gästestürmer, nun mit leichtem Vorsprung, den Ball glücklich am herausstürzenden NSF-Goalie vorbei zur 0:1-Führung spitzelte. Eine äußerst unglückliche Szene für die konzentriert gestarteten Sportfreunde, die jedoch in der Folge gute Chancen herausarbeiteten. Gegen die sich zurück ziehenden Gäste traf ziemlich aussichtsreich zuerst Neukölln´s Käpt´n Vogel, allein vor der SSV-Kiste, aus der Drehung den Ball nicht, dann setzte Tobi Tobias seinen Ball über die Querlatte und Speedy Gienapp verfehlte die Hütte gleich zweimal nur knapp als er im Robben-Style Richtung Strafraumgrenze abbog. Allerdings Neuköllns guter Goalgetter Knuthe hatte den SSV-Keeper einmal völlig frei vor sich, schoss ihm den Ball dann aber leider nur auf den Pelz und es blieb für die Sportfreunde beim unglücklichen 0:1-Rückstand. Köpenicks Kicker erarbeiteten sich nur noch eine Fernschusschance, die dem NSF-Goalie jedoch vor keine große Aufgabe stellte. Dann war die Halbzeitpause erreicht und die Neuköllner Sportfreunde wurden mit launigen Worten von Teamleiter Theurer sowie mit mutigem Gruppen-Mut-Mach-Gebrüll in die zweite Halbzeit geschickt.

Leider blieb schon ein Sportfreund mit ´ner Zerrung in der Kabine. Das bis dahin perfekt agierende Abwehrschiff Gohlke war muskulär Manövrierunfähig geworden. Das Spiel blieb spannend, wobei die Offensivaktionen der Sportfreunde sich immer schwieriger gestalteten. Die Gäste standen gut hinten drin und setzten nun ganz auf Konter. Zu Recht, wie sich in der 41. Minute zeigte. Ein Köpenicker setzte sich an der NSF-Strafraumgrenze noch nicht einmal richtig durch gegen seinen Neuköllner Widerpart, schoss aber den Ball platziert zum 0:2 in die lange Torecke der Sportfreunde. Das Spiel war aber noch nicht zu ende und Tobi Tobias bekam drei Gelegenheiten zum Einnageln. Einen drosch er über die Latte, den anderen ins kurze Außennetz des SSV-Tores und in einer dritten Szene traf er allein vorm Tor aus der Drehung den Ball nicht. Die Gastgeber schluckten nun noch den einen oder anderen Konter. Köpenick fehlte nur aber auch langsam die Konzentration bzw. Kraft für den genauen Durchsteckpass. Einmal tauchte dann aber doch noch einer vor dem NSF-Goalie auf, letzter konnte aber stellungssicher parieren. Das letzte Wort hatte dann trotzdem nochmal die Gäste. Wieder ein Konter und wieder einmal durfte ein Köpenicker allein auf das Neuköllner Tor zulaufen und den Ball zielsicher am NSF-Goalie vorbei zum spielentscheidenden 0:3 (58.Min.) einschieben. Der Abpfiff kam den desillusionierten Sportfreunden wie eine Erlösung vor. Wieder einmal ein Spiel, das überwiegend bestimmt wurde aber die Torausbeute völlig ausblieb. So kann kein Spiel gewonnen werden.

Fazit … Die Sportfreunde schnupperten schon wieder am Finaleinzug und ein Sieg war, gemessen an den Spielanteilen und der Chancenanzahl, sehr gut möglich. Der Unterschied zu den stabilen und solide agierenden Köpenickern, zeigte sich vor dem jeweils gegnerischen Tor. Während die Gäste konzentriert, unaufgeregt ganz viel aus wenigen Chancen heraus holten, sprich drei Tore erzielten, verplemperten die Sportfreunde ihre guten Gelegenheiten verschwenderisch. Sie zeigten sich als vorbildliche Gastgeber und schenkten dem SSV die Chance ihren Pokalerfolg der Vorsaison zu verteidigen. Vermutlich haben diese im Neuköllner Halbfinale die schwerste Hürde schon aus dem Weg geräumt.

Nun kommt im vorletzten Punktspiel die Zweite der großen Hertha an die Silbersteinstraße. Vermutlich angereichert mit einigen Spielern aus der Ersten. Schließlich sollen noch ordentlich Punkte gegen den Abstieg eingefahren werden. Und der Neuköllner Naturrasen erwies sich in den letzten Spielzeiten für die Blauweissen als äußerst ertragreich. Die Sportfreunde dagegen können auf ihrem Platz wohl kaum noch von einem Heimvorteil sprechen. Einen Sieg gab es in diesem Jahr dort übrigens überhaupt noch nicht.              MiMu

23.Spieltag – Mo., 08.05.2017, 19:00 Uhr, Fennpfuhl
Wartenberg SV – NSF Gropiusstadt ( 2:1 ) 3:1

NSF ohne Mumm

Nach einer schwierigen baustellenbedingten Anreise begannen die Sportfreunde konzentriert und zielorientiert-offensiv. Der WSV war schwer mit der Verteidigung des eigenen Tores beschäftigt, da kam Neuköllns Speedy Gienapp zum Schuss, Wartenbergs Keeper werte den Ball nach vorne ab und NSF-Käpt´n Vogel stand goldrichtig. Volley drosch er den Ball zur 0:1-Führung (8.Min.) der Sportfreunde in die WSV-Maschen. Und die Sportfreunde spielten weiter offensiv in der Hoffnung auf ein zweites Tor. Aber als wenn ihnen jemand den Stecker gezogen hätte, wurde das Neuköllner Spiel immer unkonzentrierter und druckloser. Die Gastgeber wurden nun mutiger und kamen zu eigenen Chancen. Noch aber hielten die Sportfreunde die Führung mit Glück, Geschick aber auch einem gut aufgelegten NSF-Goalie. Die erste Halbzeit neigte sich dem Ende entgegen, da gelang den Wartenbergern quasi ein Doppelschlag. Erst der 1:1-Ausgleich (26.Min.), dann sogar, fast mit dem Halbzeitpfiff, die eigene 2:1-Führung (30.Min.). In beiden Fällen ließen sich die Sportfreunde tief in den eigenen Strafraum hineindrängen und jeweils derselbe WSV-Stürmer stand völlig blank vor der NSF-Kiste, die er aus Nahdistanz auch problemlos traf.

Ernüchterte Sportfreunde sammelten sich erst einmal bei einer ernsten Pausenansprache ihres Teamleiters. Nach Wiederanpfiff besserte sich nichts bei den Neuköllnern. Im drucklosen Bemühen um den Ausgleich schlidderten sie in der Abwehr von einer in die nächste Verlegenheit. Und schon in der 35. Minute standen diesmal sogar zwei Wartenberger allein vor dem Tor der Gäste. Der 3:1-Treffer war da nicht schwer herzustellen. Die Sportfreunde geben sich nunmehr zwar nicht auf, aber die Art und Weise der Neuköllner Angriffsbemühungen machte einen schon sprachlos. Der NSF-Spieler am Ball war regelmäßig arm dran. Es gab kaum Anspielstationen, so bewegungsarm zeigten sich die Mitspieler. Hinzu kamen die zunehmende Passungenauigkeit und abwehrtechnischen Auflösungstendenzen der Sportfreunde. Bis zum Abpfiff hatte scheinbar nur noch deren Goalie etwas gegen weitere Gegentore. In einer Fülle von eins-zu-eins-Begegnungen stemmte er sich mit einer anständigen Portion Wut gegen ein Debakel. Nur noch einmal schoss Sportfreund Vogel aus der Ferne auf das WSV-Tor. Die schöne Gelegenheit zu einer Flugparade lies sich der WSV-Keeper nicht entgehen. Dann endete wenigsten nach nur einer Nachspielminute ein peinlicher Neuköllner Auftritt.

Fazit … Die Sportfreunde blamierten sich bis auf die Knochen. Der Rückwärtsgang nach Ballverlust, das Aufmerksamkeitslevel gegenüber den Gegenspielern und das Aufgabeverhalten lassen schlimmstes befürchten für die kommenden Aufgaben.

Jetzt folgt das Pokalhalbfinalspiel auf dem heimischen Silbersteiner Rasen. Die Gegner aus Köpenick Oberspree führen ihre Landesliga Staffel 1 völlig problemlos an, stehen schon als Aufsteiger in die Verbandsliga fest, kennen schon seit Jahren keine Niederlagen mehr und sind auch noch Pokalverteidiger. In der zuletzt gezeigten Verfassung brauchen die Sportfreunde gar nicht erst anzutreten. Eine Demütigung wäre so nicht ganz auszuschließen. Und nun noch ein Griff in die Floskel-Schublade. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ aber sie stirbt ganz sicher, wenn sich hier in diesem Spiel nicht alle den Arsch aufreißen. „Himmel Arsch und Zwirn“, nicht Labern vor dem Spiel, Ackern im Spiel, an die Grenze und darüber hinaus gehen. Das ist der Weg für „echte Sportfreunde“! In Wartenberg waren leider nur „Sportlappen“ zu sehen.               MiMu

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