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NSF Talentprogramm ausgezeichnet

Bereits seit 2009 lobt der Landessportbund mit Unterstützung der Deutschen Klassenlotterie den LSB-Zukunftspreis aus. Mehr als 200 Vereine haben seitdem an dem Wettbewerb teilgenommen, der zur Motivation und Förderung vielfältiger Ideen und Projekte des Gemeinwesens in Berlin beitragen soll. In diesem Jahr ist ein Gesamtpreisgeld von 20.000 EUR ausgeschrieben, das an acht Sieger aus 6 Bewertungskategorien ausgelobt wird.

Unser Club hat zum ersten Mal an der prestigeträchtigen Ausschreibung teilgenommen und…

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gewonnen! Gestern, am 18.10.2012 ging bei den Verantwortlichen des Clubs die erfreulich Nachricht ein, dass man sich bei der Jury mit dem NSF Talentprogramm „durchgesetzt“ hat und zu den acht diesjährigen Gewinnern zählt. Aber von vorne, denn diese Auszeichnung ist mehr, als die Anerkennung eines kleinen Projektes.

Aus der Not geboren

Die NSF Gropiusstadt bietet seit Jahrzehnten eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die Fußballspielen wollen und hat unter anderem Spieler wie Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart) betreut und (mit)ausgebildet, der dieses Jahr als DFB-Nachwuchsspieler des Jahres mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold gekürt wurde.

Nachdem die Jugendabteilung in den vergangenen Jahren jedoch sukzessive an Substanz verloren hat, standen wir vor der Wahl, entweder die Probleme zu analysieren und unter teils einschneidenden Veränderungen neue Lösungen zu entwickeln, um somit nicht nur die die Jugendarbeit, sondern langfristig auch den Fußball im NSF zu erhalten, oder sang und klanglos von der Bühne des Neuköllner Sports abzutreten.

Realitäten erkennen, Chancen nutzen

Nach eingehender Betrachtung kann man, neben operativen Problemen, schnell Veränderungen in der Umwelt des Clubs ausmachen, die entscheidend zu dessen Schieflage in der Jugendarbeit geführt haben. Die Themen Geselligkeit und körperliche Ertüchtigung sind in die zweite Reihe verbannt wurde, Schlagworte wie „Integration“ und „Bildung“ haben die Führung übernommen. Darauf muss nicht nur der NSF, sondern alle Sportvereine eine Antwort finden. Die Wirtschaftskrise entzieht  seit 2008 vielen Vereinen zudem die wirtschaftliche Grundlage, da Spenden und ertragreiche Sponsorings zur Mangelware geworden sind. Ebenso kann man im Rahmen der zu erwartenden Konsolidierung der Staatshaushalte der EU-Staaten als Konsequenz der Staatsschuldenkrise mit rückläufigen Sozialausgaben des Staates gerechnet werden.

Sportvereine müssen also nicht nur ihre Rolle in der Gesellschaft neu definieren, sondern eben auch ideenreicher und intelligenter bei der Mittelgewinnung und -verwendung werden.

Das NSF Talentprogramm: Ein erster Schritt

Im Ergebnis dieser Erkenntnis stand die Entwicklung des NSF Talentprogramms. Es soll ein Zusammenrücken der lokalen Wirtschaft und den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, indem Unternehmen „aus der Gegend“ Patenschaften für Jugendakteure der NSF Gropiusstadt übernehmen. Die Aufhebung finanzieller und organisatorischer Barrieren soll zudem den Kontakt zwischen Kindern mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen im Rahmen einer der schönsten und vielfältigsten Sportarten der Welt, dem Fußball, ermöglichen und somit zur Integration sowie der Schaffung neuer Möglichkeiten beitragen.

Auszeichnung durch den Landessportbund Berlin

Aus Überzeugung ob der Qualität des Konzeptes, hat man sich kurzfristig entschlossen an der diesjährigen Ausschreibung des LSB-Zukunftspreises teilzunehmen. Das noch in der Startphase befindliche Konzept hat bereits seit dem Start zum 01.07.2012 erste Erfolge bei der Mitgliedergewinnung erzielt: Ein Wachstum von mehr als 100% in knapp drei Monaten während einer saisonal ungünstigen Phase sprechen für sich. Ebenso konnte man durch die Akquise von erfahrenen und lizensierten Trainer einen ersten Schritt zur Verbesserung der Ausbildungsqualität erzielen. In einer dritten Phase soll dann ab dem neuen Jahr die Akquise von Talentpaten aktiv vorangetrieben werden, um dem Konzept auch in der Praxis letztlich die abschließende Form zu verleihen.

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