13.Spieltag – Fr., 09.12.2016, 20:00 Uhr, Elchdamm
Nordberliner SC – NSF Gropiusstadt ( 0:1 ) 0:3

NSF taktisch anspruchsvoll und erfolgreich

Beim heimstarken NSC hatten sich die Sportfreunde mal eine durchgängig konzentrierte Mannschaftsleistung vorgenommen. Und es gelang. Wenn sich der warme Torreigen vergangener Tage nicht mehr so richtig einstellen will, muss eben das Abwehrverhalten einigermaßen stimmen. Die Gastgeber wurden regelmäßig und weit vor dem Tor der Neuköllner fair eingebremst. Waren die Sportfreunde selbst am Ball, stand der Ballbesitz im Vordergrund. Aber immer mit dem Blick auf ein vielversprechendes Zuspiel in die Spitze. 4-5 Halbchancen ergaben sich auf diesem Wege für die Neuköllner Gäste. Vorrangig der NSC-Keeper zeigte sich jeweils auf der Höhe und beide Teams bereiteten sich eigentlich schon auf den Gang in die Halbzeitpause vor. Aber eine letzte Ecke bekamen die Sportfreunde noch zugesprochen. Der Ball gelangte zum Neuköllner Abwehrspezialisten Schirmi Schirm und dieser beförderte sich mit einem Hakentrick in die perfekte Schussposition. Seinen anschließende Hammer zur 1:0-Gästeführung (30.Min.) berührte der Gastgeber-Keeper zwar noch, allerdings aufhalten konnte er ihn nicht mehr. Anschließend erschallte auch schon der Halbzeitpfiff.

Nach dem Pausentee kamen die Nordberliner, wie schon zu Beginn des Spiels, mit einiger Verspätung auf den Platz. War da etwa ein wenig Psychologie im Spiel? Jedenfalls begannen die Gastgeber schwungvoll. Allerdings gab es gegen die ballsicheren Sportfreunde einen weiteren Tiefschlag. Deren flinkster an der Außenlinie Speedy Gienapp nahm einen herrlichen Schirm´schen Pass auf und versenkte den Ball zum 2:0 ins lange NSC-Toreck (32.Min.). Die Nordberliner ließen sich zwar nie entmutigen und kamen auch zu drei erwähnenswerten Chancen. Doch sie scheiterten entweder NSF-Abwehrsystem, an deren Goalie oder an der fehlenden eigenen Zielsicherheit vor dem Neuköllner Tor. Anders die Gäste die im Konterspiel noch so manche gute Torgelegenheit liegen ließen. Aber in der 52. Minute schlugen sie noch einmal zu. Micha Andersen, von seinem Käpt´n Vogel geschickt in Szene gesetzt, machte sein 3:0 und den Endstand klar. Danach taten sich beide Teams kein Leid mehr an und der Schiri konnte die faire Partie beenden.

Fazit … Die Sportfreunde lieferten bei den starken Nordberlinern eine so kompakte wie auch disziplinierte und geduldig geführte Leistung ab. Vor dem Spiel gab erst die vorzügliche Einstimmung jedes einzelnen Sportfreundes durch die sportliche Leitung. Auf dem Feld setzte die Neuköllner Truppe alles Besprochene eindrucksvoll um. Eine am Ende auch von den Gastgebern neidlos anerkannte Leistung. Die wechselvolle Punktspielhinrunde, trotz eines zwischendurch immer wieder zusammen schmelzenden Kaders, auf Tabellenplatz drei abschließend, ist eine bemerkenswerte Leistung der Neuköllner Sportfreunde!

Jetzt wird es aber noch einmal richtig schwierig. Ein Pokalspiel der dritten Hauptrunde oder auch Achtelfinale genannt. Und den Sportfreunden wurde der schwerstmöglichste Gegner zugelost. Die SV Blau-Weiß 90. diese liegen in der Verbandsliga auf Platz 1, also stramm auf Titelkurs. Sie haben die beste Auswärtsbilanz vorzuweisen, die meisten Tore geschossen und wenigsten kassiert. Also ganz klar wer hier der Favorit ist. Trotzdem, die Neuköllner Sportfreunde haben eine kleine Chance, warum auch nicht.                 MiMu