3. NOFV Ü50-Kleinfeldmeisterschaft im Richard-Hofmann-Stadion
des Meeraner Sportverein e.V. in Sachsen

NSF gelingt die Titelverteidigung    …    leider nicht !

1. Gruppenspiel am Sa., 16.08.2014 ab 10:30 Uhr

NSF Gropiusstadt/Berlin – SSV Vimaria 91 Weimar/Thüringen 3:0

Auf dem gepflegten Meeraner Naturrasen gelang den Sportfreunden ein Einstieg nach Maß. Nur 20 Minuten ohne Seitenwechsel bildeten die Rahmenbedingungen für die teilnehmenden Teams. Und schon nach kurzer Zeit erzielte Totti Priltz per Kopfball die 1:0-Führung für den Berliner Meister und Titelverteidiger. Die Flanke kam von seinem dafür sonst eher unbekannten Kammeraden Schiffchen Gohlke. Die Neuköllner nahmen nun richtig an Fahrt auf und drängten die Weimarer Gegner in die eigene Spielhälfte. In dessen Folge erzielte Ralle Fröhlich das nächste Kopfballtor für die Roten. Diesmal lieferte Käpt´n Kippel den Flugball. Den Doppelpass zwischen Tommi Knuth und Steppel Vogel vollendete der Erstgenannte am langen Posten souverän zum 3:0-Endstand. Die Thüringer hatten in diesem Spiel keine Chancen und gingen am Ende dementsprechend betrübt vom Platz.

2. Gruppenspiel – 11:05 Uhr,

Germania Wernigerode/Sachsen-Anhalt – NSF Gropiusstadt 1:4

Im zweiten Spiel bekamen die Neuköllner Sportfreunde schon mehr Gegenwehr. Die Germanen präsentierten sich mit einem sehr körperbetonten Spielstil, was zu etlichen Schiedsrichterentscheidungen gegen sie führte. Auf dem Spielfeld gaben zunächst wieder die Neuköllner den Ton an und gingen durch Ralle Fröhlichs kunstvolles Hackentor mit 1:0 in Führung. Didi Kosmala spielte den dazu passenden Pass. Als Tommi Knuth einen Querpass von Steppel Vogel zum 2:0 einnetzen konnte schien der Weg zum Sieg frei zu sein. Ein Konter der Wernigeroder lies jedoch einen Germanen völlig frei vor dem NSF-Goalie auftauchen und es stand nur noch 2:1. Die nunmehr offensiver auftretenden Ü 50ziger aus dem Harz liefen nun selbst in einige Konter der Neuköllner und mussten das 3:1 durch Steppel Vogel, nach einen doppelten Doppelpass mit Tommi Knuth hinnehmen und am Ende noch das 4:1 durch Ralle Fröhlich, nach einem vom gegnerischen Keeper abprallen Ball. 2 Spiele, 7:1 Tore und 6 Punkte, Hier war die Neuköllner Welt noch in Ordnung.

3. Gruppenspiel – 12:55 Uhr,

1.FC Frankfurt(Oder)/Brandenburg – NSF Gropiusstadt 2:0

Und wieder begannen die Berliner Titelverteidiger offensiv. Die Frankfurter dagegen warteten ab, standen stabil und sicher in der Abwehr. Alle Neuköllner Angriffsbemühungen blieben stecken und zwei gekonnt gekonterte Konterzüge der Oderstädter brachten sie mit 2:0 in Führung. Die jeweiligen Rückwärtsbewegungen nach Ballverlusten gelangen den Sportfreunden nicht und brachten zwei FC-Recken völlig frei in Schussposition. Davon erholten sich die Neuköllner nicht mehr. Sie kamen zu keinen zwingenden Torchancen mehr und hatten die erste Niederlage seit sehr langer Zeit zu verdauen.

4. Gruppenspiel – 13:35 Uhr,

NSF Gropiusstadt – Rostocker FC von 1895/Mecklenburg-Vorpommern 2:3

Jetzt musste ein Sieg her. Und die Sportfreunde übten sogleich wieder Druck auf die Rostocker Abwehr aus. Und schon wieder ein Konter und die 1:0-Führung der Ostseestädter. Die Abwehr der Norddeutschen stand allerdings nicht sehr sicher und sie konnten eine Vielzahl von Chancen der Sportfreunde nicht verhindern. Zwei davon nutzten die Berliner und drehten das Spiel zur 2:1-Führung. Erst glich Tommi Knuth nach einem Durchsteckpass von Käpt´n Kippel zum 1:1 aus. Dann brachte Ralle Fröhlich den Ball für die Sportfreunde, nach Pass von Tommi Knuth, zur 2:1-Führung der Neuköllner in der kurzen Torecke Rostocks unter. Und die Sportfreunde wollten nun mehr und mehr. Es ging munter weiter vorwärts. Auf der Suche nach dem dritten Tor fanden die Sportfreunde nur noch Verdruss. Den Rostockern wurden für sie unerwartete Räume für deren Konterspiel eröffnet, welches sie weidlich ausnutzten. Mehrmals sah sich der NSF-Goalie einigen völlig allein gelassenen Rostocker Stürmern gegenüber. Dass es nur noch zweimal im Neuköllner Kasten klingelte, lag einzig und allein an der fehlenden Norddeutschen Gründlichkeit. So setzte es für die Sportfreunde lediglich eine 2:3-Niederlage und die Erkenntnis, dass das Thema Titelverteidigung damit durch war.

5. Gruppenspiel – 14:15 Uhr,

SpG Neuhausen/Cämmerswalde/Deutschneudorf/Sachsen – NSF Gropiusstadt 2:0

In diesem letzten Gruppenspiel ging es für den Berliner Meister nur noch darum sich vernünftig aus dem Turnier zu verabschieden. Die Sächsische Spielgemeinschaft brauchte für ihren Turniersieg nur nicht mehr zu verlieren und erwartete aus ihrer sicheren Defensive die Neuköllner Angriffbemühungen. Allerdings auch die Berliner wollten an diesem Tage nicht mehr in offene Messer rennen und übten sich in Ballbesitzversuchen. Doch an diesem Samstag hatte die Spielgemeinschaft „ihren“ Tag und ging durch ihren unwiderstehlichen Stürmerstar und schlussendlichen Torschützenkönig Morgenstern mit 1:0 in Führung. Alle Versuche der Sportfreunde jetzt wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen prallten an der kompromisslosen Abwehr der Sachsen ab oder wurden eine sichere Beute des dahinter lauernden Keepers Schwirz, der mit auch nur einem Gegentor im ganzen Turnier alle Argumente zur Wahl als bester Torwart des Tages auf seiner Seite hatte. Die zu diesem Zeitpunkt bereits desillusionierten Berliner kamen vorne zu keinen nennenswerten Aktionen mehr aber ließen hinten weitere Chancen zu Gegentoren zu. Dort durfte dann hier und da auch der NSF-Goalie noch was vereiteln. Beim abschließenden 2:0 kam allerdings ein Spielgemeinschaftler aus kurzer Entfernung zum Schuss. Nur den vorzeitigen Einschlag konnte der Sportfreund mit den Handschuhen verhindern, gegen den Nachschuss war dann kein Kraut mehr gewachsen. Nach dem Schlusspfiff gab es dann bei den Ü 50zigern aus dem sächsischen Erzgebirge kein Halten mehr. Den Neuköllner Sportfreunden blieb nur die Aufgabe jene vorzüglichen Auftritte der sächsischen Spielgemeinschaft anzuerkennen, zu gratulieren, den Schiedsrichtern des Tages beste Leistungen zu attestieren und dem veranstaltenden Meeraner SV für eine gelungene Veranstaltung zu danken. Auf der anschließenden Siegerehrung durften die Berliner Meister noch den gar nicht mal zu kleinen Pokal für den errungenen dritten Platz bejubeln. Gleich danach zelebrierten die Sportfreunde vor dem Kabinentrack, unter der Leitung ihres multitalentierten Tommi Knuthe, noch eine spontane Platz 3-Feier. Für die vielen heimischen Beobachter sicher ein seltener Anblick, wie ausglichen bzw. ausgelassen man auch mit vermeintlichen Misserfolgen umgehen kann. Auch der spätere kulinarische Ausklang des Tages, bei „dem“ Griechen der Stadt, war ebenfalls bestens geeignet erst gar keinen Neuköllner Trübsal aufkommen zu lassen.

Als Fazit des Tages nahmen die Sportfreunde einige durchaus umsetzbare Erkenntnisse mit, die ganz sicher weiterhelfen werden um die NSF-Erfolgsgeschichte hier „nicht“ enden zu lassen!      MM