Spieltag 17 – Weißenseer FC 1:3 NSF Gropiusstadt

Kraftakt im Stadion an der Buschallee – NSF- Ü50 ringt Weißensee nieder

Das hätten sich die Mannen der Ü50 von NSF-Gropiusstadt wohl einfacher vorgestellt. Aber man wollte auf zwei Hochzeiten tanzen und jedes Mal die Braut entführen. Am Tag vor diesem schwerem Punktspiel spielte der Deutsche und Berliner Meister das Hallenturnier für die  inoffizielle Berliner Meisterschaft. Im Endspiel verlor das Team vom Trainergespann Ronny Müller und Gerd Alsleben unglücklich im Endspiel  im Elfmeterschießen 5:4 (2:2 nach 12 Minuten) gegen Hertha BSC, die man in der der Vorrunde noch klar mit 2:0 besiegen konnte. Qualifiziert hatte sich die 50’er in einem vorherigen tollem Turnier ohne Niederlage und Gegentor. Trotz erstklassiger Leistungen konnte NSF-Gropiusstadt den Titel nicht entführen, jedoch drei Punkte aus dem Stadion an der Buschallee gegen den erwartet starken Weißenseer FC.

Die Beine waren wohl noch schwer, als das Meisterteam auflief und zunächst Weißensee Spiel und Gegner kontrollierte. Die 50’er von NSF ließen dem unmittelbaren Mitkonkurrenten viele gute Chancen. Sie gingen nicht energisch genug in die Zweikämpfe, standen zu weit Weg vom Gegner und vergaben eigene Chancen leichtfertig. Klare Anzeichen von kleinen Mängeln an Konzentration mangels Kondition. Folgerichtig ging Weißensee in Führung und damit in die Pause. NSF wäre aber nicht NSF wenn es um den Kampf, den Einsatzwillen und die Leistungsbereitschaft geht. „Jetzt muss gebissen werden“, hörte man in der Kabine. Trainergespann und Kapitän Uwe Kippel gaben die richtigen Ansagen. In einem wahren Kraftakt wurde dann der Weißenseer FC quasi niedergerungen. Thomas Schirm mir einem Weitschuss eröffnete die Aufholjagd und glich aus. Torsten Priltz und Thomas Knuth legten mit eisernen Willen und letzter Kraft nach. Kurz vor Ende der Partie wurde auch noch ein NSF’ler vom Platz gestellt, in der Tat wegen einer Lappalie. Ohnehin agierte der Schiedsrichter vorsichtig ausgedrückt recht unglücklich. Bei zwei elfmeterreifen Szenen ließ er den fälligen Pfiff aus. Umso glücklicher war der Meister über den Abpfiff. Zwei erfolgreiche Tage ließen müde Recken zurück. Anmerkung: Leider ließ der BFV eine Spielverlegung nicht zu. Der Verband hätte vernünftigerweise die 50’er schützen müssen. An zwei aufeinander folgenden Tagen sportliche Leistungen zu bringen ist für 50’er eigentlich eine Zumutung. Wo lag das Problem, fragten sich nicht nur die Spieler, sondern auch das Umfeld. (HeWi)

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